Ulla Pirttijärvi - Máttaráhku Askái

Now presenting her new album, Ulla still uses the traditional Saami yoik as a starting point for her unique songwriting. This time however Ulla and producer Frode Fjellheim have taken the concept even further. A lot of the vocal recordings on the CD are actually made in Ullas home in Utsjoki in Northern Finland. On some of the recordings you can even hear the sound of the nature and the reindeers in the background. By doing this, Ulla brings the listener closer to the real thing - and focuses on a personal presentation of this evocative singing style that fascinates everybody that have the chance to experience it.

In immense contrast to this, some of the vocals and most of the modern instrumental parts are recorded in a studio in New York! While she was doing the session in New York, she did an interview on a radio station and was asked if it was possible to perform here style in an environment so far apart from her own. In reply to this she said that her music could be alive and and performed anywhere. ”The yoik is within me and could be brought to the surface whether I`m at home in my own house or standing on a busy corner in New York. But of course - the surroundings will affect the music in different ways”.

So here you have a unique CD, bridging the gap between ancient song and urban sonics. It´s indeed a modern CD with up to date grooves and sonic spheres, but at the same time its a fascinating introduction to the mystic and wonderful world of the Arctic culture in Northern Scandinavia.

 

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Adresseavisa - 23/5-2002


Grenseoverskridende etnisk dokument fra Pirttijärvi og produsent Frode Fjellheim som er på høyde med det meste.


Ulla Pirttijärvi har utgangspunkt på finsk side av nasjonalgrensene, og kan på de fleste måter sammenlignes med Mari Boine. Både i hva hun prøver på og måten hun lykkes.
Pirttijärvis første CD i 1997 ble lagt merke til internasjonalt for sin kobling av ambient jazz og tradisjonell joik og Ulla og hennes samarbeidspartner Frode Fjellheim tar den videre ut her. Enten i lange messende partier eller i snedige rytmemønstre spekulert ut i samarbeid med Transjoiks Snorre Bjerck. Eller, som undertegnede trives aller best med: i de sparsomme arrangementer, nesten bare ledsaget av akkordeon, som i "New York", eller av Fjellheims piano og synth som i vuggesangen som er tittelkuttet på cd-en.
Kanskje kan noe av joiken bli for pyntelig og stillestående, kanskje andre stunder kan bli for messende som i enerverende - for ører som i utgangspunktet ikke er spesialinnstilt overfor denne kulturarven, men som er mer alment orientert. Men det er flott, på sitt beste like sterk som nevnte Boines siste. Og den er slettes ikke SÅ lik. Ulla som vokalist er også klart særegen. Hennes sterke personlighet kommer fram på cd-en.


Høydepunkter: "New York", Gadja Niilla".

Ole Jacob Hoel


Nordische Musik (www.nordische-musik.de)

Welch klarer, dichter und eindringlicher Gesang: Die Joiksängerin Ulla Pirttijärvi scheint jeden Vokal, jedes Wort, jede Liedzeile aufs Intensivste einzusaugen, bevor sie diese wieder von sich gibt. Für den darunter fließend-treibenden Sound sorgt Frode Fjellheim, der mit traditionelle Sangestechnik mit hinzu gefügten Beats und Samples unterlegt und so eine Auffrischung des Joiks garantiert.

Der unwiderstehliche Charme dieser CD liegt auch im Ablauf der Produktion selbst begründet: Ein Teil der Aufnahmen - insbesondere die Gesangs-Tracks, entstand in Ulla Pirttijärvis Wohnort Utsjoki im äußersten Norden Finnland; die instrumentalen und elektronischen Parts wurden dagegen in New York eingespielt. (frk)

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The primal sound of the joik is simply undeniable. It goes straight to the gut and the heart, evoking the sense of icy plains, the nomad Saami wandering. Atmospheric without every becoming New Agey, Pirttijarvi and her band weave a fine spell, her voice ringing, sometimes soft, sometimes brutal, over a basic rhythm (not too dissimilar to a Native American sound) with colors and textures provided by the instruments. It’s Nordic, chilly, and stunningly beautiful. Even the normally warm cello takes on frozen overtones here, and the soprano sax whips away like a blizzard. It’s not the fevered rush of Wimme or the woman warrior of Maire Boine; Pirttijarvi has her own contribution to the genre, and it’s as haunting as Northern snow.


Chris Nickson

 

www.echoes-online.de 
ULLA PIRTTIJÄRVI
„Máttaráhku Askái (In Our Foremothers‘ Arms)“
Label: WEA
Genre: World


Tracklist

Nuortta silkkit (Northern silk) • De juoiggas (Hear the sound of the yoik) • Cálkko-Niillas (They said he was a noaidi) • Gádjá Nillá (He was rich and famous) • Ládjogahpir (The traditional Sámi hat) • New York • Inger-Mari (The wedding yoik for Inger-Mari and Sudhir) • Njuvccat bohtet (The return of the swan) • Riddu badjána (The storm is coming) • Odda áigi (Modern times) • Áigi vássá (Time doesn’t stop) • Máttaráhku askái (In Our Foremothers‘ Arms)
Das Urteil

Genau wie die in Jazz- und Folkkreisen mittlerweile weltbekannt gewordene Mari Boine stammt Ulla Pirttijärvi aus dem Volk der Saami, einer der ursprünglichsten Kulturen Nordeuropas. Bis heute ohne selbstverwaltetes Land, haben die Saami in Nordnorwegen, Schweden und Finnland gegen politische, wirtschaftliche und kulturelle Unterdrückung zu kämpfen. Mari Boine war eine der ersten Künstlerinnen ihres Volkes, die nicht nur den Druck der christlichen Mission von sich abschüttelte und sich als Sängerin wieder der naturreligiösen Überlieferung zuwandte, sondern auch die traditionelle Musik aus dem Kämmerchen bunter Folklore für Touristen und Ethnologen herausholte und sie selbstbewusst in einen modernen, grenzübergreifenden Kontext stellte, ohne sich dabei in irgendeiner Weise anzubiedern oder ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Während Mari Boines CDs mittlerweile in den Jazzabteilungen der großen Musikmärkte und in den Charts diverser Folk- und Rootsmagazine zu finden sind, und einige ihrer Songs u.a. von Nils Petter Molvaer, Phono und Biosphere remixt wurden, fristen andere Musiker aus ihrer Region noch eher ein Schattendasein.
Ulla Pirttijärvi veröffentlichte schon Mitte der Neunziger in ihrer finnischen Heimat mit der Band Angelin Tytöt einige Platten und brachte 1997 ihr erstes Soloalbum heraus.
Im Vergleich zu Mari Boine erscheint Ullas Musik zunächst ursprünglicher, ihr im Mittelpunkt stehender Gesang wirkt fremdartiger, expressiver, weniger an westliche Maßstäben angepasst. Andererseits gehen sie und ihr norwegischer Produzent Frode Fjellheim progressiver zu Werke, erschaffen einen ausgefeilten, nie zu aufdringlichen Hintergrund aus jazzigen und elektronischen Elementen, die sich wunderbar mit dem erdigen Gesang verbinden.
Der pulsierende, natürliche „Groove“ der alten Yoikgesänge wird durch Violin- und Saxophonakzente und basslastige synthetische Rhythmen untermalt. Von der Herangehensweise und Struktur erinnert das bisweilen an Björk. Jeder Song geht zunächst von der Stimme aus, und die darum herum gesponnene Begleitung führt letztlich immer wieder zur Stimme zurück. Dazu passt, dass der Gesang in Ullas nordfinnischer Heimat, in einigen Fällen draußen in der Natur aufgenommen und durch historische Archivaufnahmen ergänzt wurde, während der Rest des Albums in New York entstand. Ausgerechnet das archaischste Stück des Albums, lautmalerischer monoton-beschwörender Gesang vor fragmentarischen Akkordeon- und Synthieklängen, trägt den Namen der amerikanischen Großstadt als Titel. Andere Lieder, wie das verspielte ‚Inger-Mari’ oder ‚Riddu badjána’ mit seinen tranceartigen Hintergrundsounds und den bluesigen Gitarrenfragmenten wirken fließend, entspannt, jedoch immer mit einem gewissen unruhigen, kühlen Unterton. Dass Ullas teils traditionelle, teils selbst geschriebene Gesangslinien eigentlich Geschichten erzählen, die man mangels Sprachkenntnissen nicht versteht, wird ausgeglichen durch die evokative Begleitung, die mal drängend, mal verträumt die Lieder vorwärts treibt und bewegende Bilder vor dem inneren Auge erzeugt.

Claudia Mona Striewe


Discografie

• Ruossa Eanan (1998)
• Máttaráhku askái (In Our Foremothers‘ Arms) (2002)

 

 

 

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