Ulla Pirttijärvi

Ulla is regarded as one of the finest artists from Sápmi ("Samiland"). She has worked together with Frode Fjellheim who produced her recent two albums released on Warner Music in 1998 and 2002.

Her new album Áibbašeabmi is now released (January 28. 2008).

Máttaráhku Askái (Finlandia/Warner) from 2002 can be bought from our online web-store, and you can listen to samples here.


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The primal sound of the joik is simply undeniable. It goes straight to the gut and the heart, evoking the sense of icy plains, the nomad Saami wandering. Atmospheric without every becoming New Agey, Pirttijarvi and her band weave a fine spell, her voice ringing, sometimes soft, sometimes brutal, over a basic rhythm (not too dissimilar to a Native American sound) with colors and textures provided by the instruments. It’s Nordic, chilly, and stunningly beautiful. Even the normally warm cello takes on frozen overtones here, and the soprano sax whips away like a blizzard. It’s not the fevered rush of Wimme or the woman warrior of Maire Boine; Pirttijarvi has her own contribution to the genre, and it’s as haunting as Northern snow.


Chris Nickson

 

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ULLA PIRTTIJÄRVI
„Máttaráhku Askái (In Our Foremothers‘ Arms)“
Label: WEA
Genre: World


Tracklist

Nuortta silkkit (Northern silk) • De juoiggas (Hear the sound of the yoik) • Cálkko-Niillas (They said he was a noaidi) • Gádjá Nillá (He was rich and famous) • Ládjogahpir (The traditional Sámi hat) • New York • Inger-Mari (The wedding yoik for Inger-Mari and Sudhir) • Njuvccat bohtet (The return of the swan) • Riddu badjána (The storm is coming) • Odda áigi (Modern times) • Áigi vássá (Time doesn’t stop) • Máttaráhku askái (In Our Foremothers‘ Arms)
Das Urteil

Genau wie die in Jazz- und Folkkreisen mittlerweile weltbekannt gewordene Mari Boine stammt Ulla Pirttijärvi aus dem Volk der Saami, einer der ursprünglichsten Kulturen Nordeuropas. Bis heute ohne selbstverwaltetes Land, haben die Saami in Nordnorwegen, Schweden und Finnland gegen politische, wirtschaftliche und kulturelle Unterdrückung zu kämpfen. Mari Boine war eine der ersten Künstlerinnen ihres Volkes, die nicht nur den Druck der christlichen Mission von sich abschüttelte und sich als Sängerin wieder der naturreligiösen Überlieferung zuwandte, sondern auch die traditionelle Musik aus dem Kämmerchen bunter Folklore für Touristen und Ethnologen herausholte und sie selbstbewusst in einen modernen, grenzübergreifenden Kontext stellte, ohne sich dabei in irgendeiner Weise anzubiedern oder ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Während Mari Boines CDs mittlerweile in den Jazzabteilungen der großen Musikmärkte und in den Charts diverser Folk- und Rootsmagazine zu finden sind, und einige ihrer Songs u.a. von Nils Petter Molvaer, Phono und Biosphere remixt wurden, fristen andere Musiker aus ihrer Region noch eher ein Schattendasein.
Ulla Pirttijärvi veröffentlichte schon Mitte der Neunziger in ihrer finnischen Heimat mit der Band Angelin Tytöt einige Platten und brachte 1997 ihr erstes Soloalbum heraus.
Im Vergleich zu Mari Boine erscheint Ullas Musik zunächst ursprünglicher, ihr im Mittelpunkt stehender Gesang wirkt fremdartiger, expressiver, weniger an westliche Maßstäben angepasst. Andererseits gehen sie und ihr norwegischer Produzent Frode Fjellheim progressiver zu Werke, erschaffen einen ausgefeilten, nie zu aufdringlichen Hintergrund aus jazzigen und elektronischen Elementen, die sich wunderbar mit dem erdigen Gesang verbinden.
Der pulsierende, natürliche „Groove“ der alten Yoikgesänge wird durch Violin- und Saxophonakzente und basslastige synthetische Rhythmen untermalt. Von der Herangehensweise und Struktur erinnert das bisweilen an Björk. Jeder Song geht zunächst von der Stimme aus, und die darum herum gesponnene Begleitung führt letztlich immer wieder zur Stimme zurück. Dazu passt, dass der Gesang in Ullas nordfinnischer Heimat, in einigen Fällen draußen in der Natur aufgenommen und durch historische Archivaufnahmen ergänzt wurde, während der Rest des Albums in New York entstand. Ausgerechnet das archaischste Stück des Albums, lautmalerischer monoton-beschwörender Gesang vor fragmentarischen Akkordeon- und Synthieklängen, trägt den Namen der amerikanischen Großstadt als Titel. Andere Lieder, wie das verspielte ‚Inger-Mari’ oder ‚Riddu badjána’ mit seinen tranceartigen Hintergrundsounds und den bluesigen Gitarrenfragmenten wirken fließend, entspannt, jedoch immer mit einem gewissen unruhigen, kühlen Unterton. Dass Ullas teils traditionelle, teils selbst geschriebene Gesangslinien eigentlich Geschichten erzählen, die man mangels Sprachkenntnissen nicht versteht, wird ausgeglichen durch die evokative Begleitung, die mal drängend, mal verträumt die Lieder vorwärts treibt und bewegende Bilder vor dem inneren Auge erzeugt.

Claudia Mona Striewe


Discografie

• Ruossa Eanan (1998)
• Máttaráhku askái (In Our Foremothers‘ Arms) (2002)

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Download technical rider: Ulla trio rider.doc

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